Im Salon #6: Koalitionsgespräche

Wir sind im Café Decentral in Innsbruck. Alle sind da, nur Er fehlt. Er – damit ist der Tiroler, der Arbeiter, der Sicher, der Weiter, der ER gemeint, der seit einem Monat jede Seitengasse, Damentoilette und Bushaltestelle ziert. Nein, er fehlt heute, weil die anderen draufgekommen sind, auch ohne ihn regieren zu können. Nur wer den Landespapa oder die Landesmama stellt – das ist jetzt die heiße Frage. Deshalb heute im Salon: Koalitionsgespräche.

Es gibt keinen Gott außer der Party, und Apo ist sein Prophet

Ist Musik nur dann politisch, wenn sie mit politischen Inhalten arbeitet? An manchen Orten auf dieser Welt ist es am allerpolitischsten, wenn man einfach zusammen wunderschöne, völlig unpolitische Musik macht, so als würde man schon im utopischen Land des Friedens leben. Zum Beispiel Apo Sahagian, der sich mit seinen „Apostles“ mitten in der West Bank die Tagespolitik einfach egal sein lässt.

Freitagsgebet #15: Ikonographie

Wien verliert vielleicht bald den Status als Weltkulturerbe. Da fragt man sich, wie so etwas überhaupt möglich sein soll. Ein Weltkulturerbe kommt ja schließlich nicht von heute auf morgen zustande und man möchte glauben, ein solches verschwindet auch nicht von heute auf morgen. Schuld an dem Schlammassel ist im Grunde ein Bild, das im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt. Ein Politikum, eine Augenauswischerei und vor allem eine Erinnerung, wie einflussreich Kunst sein kann.

Im Salon #5: Hundegeflüster

Herwig van Staa hat zwei Hunde: Hofer und Haspinger. Heute dürfen sie Herwig in den Salon begleiten. Sie lieben den Salon, denn der Boden dort ist voller Schätze und Leckerli. Die beiden wissen auch, dass in der Tiroler Politik die wirklich wichtigen Dinge unterm Tisch verhandelt werden. Ein Hundegeflüster.

Solidarität mit den Hühnern!

Am Donnerstag zeigte das ORF-Format „Am Schauplatz“ eine beeindruckende Dokumentation zum Thema: das Huhn als Maschine. Diese spricht schonungslos die Rahmenbedingungen der Ei- und Fleischproduktion an und kommt ganz ohne Schuldzuweisungen oder mahnenden Tierrechtsaktivismus aus. Die Bilder gehen dennoch unter die Haut. Doch was können wir tun? Der „Hühnerphilosoph“ (www.huehnerphilosoph.at) lädt ein, Verantwortung zu übernehmen. Und nein: es genügt nicht, BIO-Eier zu kaufen.