Freitagsgebet #15: Ikonographie

Wien verliert vielleicht bald den Status als Weltkulturerbe. Da fragt man sich, wie so etwas überhaupt möglich sein soll. Ein Weltkulturerbe kommt ja schließlich nicht von heute auf morgen zustande und man möchte glauben, ein solches verschwindet auch nicht von heute auf morgen. Schuld an dem Schlammassel ist im Grunde ein Bild, das im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt. Ein Politikum, eine Augenauswischerei und vor allem eine Erinnerung, wie einflussreich Kunst sein kann.

Freitagsgebet #12: Let's have some Leftovers

Linke unser, im Boden verschüttet, verunglimpft dein Name, deine Revolte komme, wie in Flughäfen, so auch auf Bahnhöfen, unser täglich Wut gib uns heute, und erkämpf uns unsere Gleichheit, wie wir erheben alle Unterdrückten, und führe uns nicht in Verdummung, sondern erlöse uns von den Rechten. Ein Regionalaugenschein.

Freitagsgebet #10: Maske des Menschseins

Alles riecht nach Formalien. Es ist kalt im Raum. Das Skalpell spitz und scharf. Ein Stich, nicht zu tief. Stück für Stück verschwindet die Haut. Die Muskelfasern schimmern im Neonlicht des Kellerraumes. Schließlich ist sie abgelegt. Die Maske des Menschseins. Ein Freitagsgebet.

Freitagsgebet #7: Ne nous laisse pas entrer dans la tentation

Freitagsgebet. Aber, was tun, wenn einem die Worte fehlen? Auf den bestehenden Gebetsschatz der Religion zurückgreifen! Für Christen bietet sich da das Vaterunser gut an. Sieben Bitten. Vom Essen bis hin zu einer kleinen Einführung in die Kosmologie, wo wer wohnt und wer was will. Bewährter Favorit. Und Hitschlager bei Erstkommunionen. Doch, wie betet man das Vater unser? Seit einer Woche weiß das niemand mehr.