"Brennen": Wenn man den Diktator vor lauter Bäumen nicht mehr sieht

Theater ist politisch, sagt man, weil es ist wie Gesellschaft spielen. Immerhin ist auch die Welt eine Bühne. In Sarah Milena Rendels neuem Stück „Brennen“, spielt eine einzelne Schauspielerin, Esin Eraydın, ganz alleine Gesellschaft. Es ist hochpolitisch. Und sehr, sehr schön.

Wer mutig ist, der flüchtet (ins Theater)

Der Aufruhr rund um Weihnachten und Neujahr ist noch nicht ganz abgeklungen, da taumelt man schon wieder benommen in den Alltag hinein. So trüb und öde, wie sich Schule, Uni oder Arbeit Anfang Jänner geben, sind sie sonst kaum. Was bleibt einem da anderes übrig als die Flucht in schönere, buntere, aufregendere Welten – zum Beispiel ins Theater? Für die Jungen und Junggebliebenen lässt sich das Programm bis zum Frühlingsbeginn wirklich sehen. Eine Auswahl für Realitätsverweigerer.

Wenn man der kapitalistischen Hydra den Kopf abschlägt…

Niemand zweifelt mehr ernsthaft daran, dass ein (gemäßigter) Kapitalismus das einzige ist, was unter Menschen funktioniert. Oder? In der Bäckerei wird aktuell ausprobiert, wie das Leben nach dem Ende des Kapitalismus so ist. In zwei Minuten geht die Welt unter. Aber in der Zwischenzeit ist „allesstill“. Auch mal schön.

„alle[s]gut“ – „Nix für die Masse, aber ziemlich cool“

Unser Autor Lukas Schumacher war wieder im Theater und zwar in einem ganz besonderen. Nach der Aufführung von „alle[s]gut“ wird er schreiben, „Ich empfinde „alle[s]gut“ als außerordentliche Leistung.“ Hier die ganze Kritik. Lesen Sie und werden Sie neugierig.

2 Zillertaler „Dirndln“ mit 6 pubertierenden „Ausländern“…

Seit kurzem darf man Bruck im Zillertal wohl als das Mekka der Integration bezeichnen. Nur heißt deren Messias Matthias. Und dieser Matthias macht mit sechs Flüchtlingen und zwei Zillertalerinnen Theater. Geht das gut? Wozu das Ganze? Lest es hier nach.

Theater in der Gasse: Der Unternehmer ist schuld.

Jeden Sommer findet man irgendwo in den Gassen der Haller Altstadt eine Theaterbühne. Heuer spielt man „Bezahlt wird nicht“ von Dario Fo im Pausenhof der NMS Europa. Eine italienische Theater-Farce, angesiedelt in Hall, mit viel Kapitalismuskritik, Slapstick, Musikinstrumenten und Gesang.

Kein Platz für Ambivalenz

Für den diesjährigen „stummer schrei“ hat Felix Mitterer mit „Märzengrund“ eigens ein ganz neues Machwerk zu Tage gefördert. Der Topos „Zurück zur Natur“ war schon vorher reichlich strapaziert – jetzt muss man sich ernstlich Sorgen um ihn machen. Denn die Mundart hilft ja leider auch nur begrenzt gegen Verflachung.

Frauen sind Menschen wie wir…

Was uns Frank Stronach im „Sommergespräch 2015“ mitteilte, wissen die acht Schauspielerinnen, die Regisseurin und der Musiker wohl schon seit jeher: „Frauen sind Menschen wie wir!“. Die weibliche „Theatergruppe Infektiös“ gibt in dieser Produktion Frauen einen Raum über Jahrhunderte hinweg.