Foto (c) Martin Senfter

Die Störung

Über fast perfekte Sonntage.
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Sonntags geht er immer in den Park. So auch letzte Woche.

Er setzt sich dann auf eine freie Fläche. In die Wiese. Oder unter einen Baum. Und genießt das Leben.

Gegen vier Uhr nachmittags, als die Sonne ihre ganze Kraft entfaltet, beobachtet er folgende Szene.

Ein älteres Paar, Mann und Frau, spaziert den Weg entlang.

Plötzlich schreit jemand.

„Erika! Huhuuu.“

Sein Blick geht nach rechts. Dort winkt und schreit eine ältere Frau freudig.

„Schau mal, da hinten ist die Ingeborg“, sagt die Frau zu ihrem Mann.

Der Mann antwortet nicht und trottet weiter.

Wenige Sekunden später bleibt der ältere Herr stehen, schaut herüber und sagt. „Gerade war es so schön ruhig.“

Er denkt sich das auch und geht nach Hause.

Das eigene Leben zu leben ist schon schwer genug. Da bedarf es keiner weiterer Störungen. Schreibt er abends in sein Tagebuch „Weisheiten von Franz.“

Glaubt an das Gute im Menschen. Eigentlich Betriebswirt. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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