Foto (c) Martin Senfter

Von der Wahl-Aftershowparty

Ab Mitternacht treffen sich die bekannten Gesichter.
Start

2 Uhr Früh. Die Aftershow-Party ist in vollem Gange. Es regnet.

Er 1: „Zum Glück isch des da wetterfest.“

Er 2: „Aber a ganz schen teia.“

Er 3: „Wenn wir uns zusammentun, können wir uns das leisten.“

Er 4: „Da brennts!“

Keiner schaut hin.

Sie: „Es braucht endlich neue Ideen!“

Der Kellner bringt Sektgläser.

Er 5: „Sauber sein de aba nit.“

Journalist: „Wie tuats denn jetzt weita?“

Er 1: „Immer mit klarem Kopf.“

Alle kippen einen Shot.

Kellner: „Wer köpft den Champagner?“

Er 3: „I machs!“

Er 4: „I kanns bessa!“

Sie: „Immer DU im Mittelpunkt.“

Vor der Türe stehen zwei Security-Mitarbeiter und haben wenig zu tun.

Security 1: „Was ändert sich jetzt nach der Wahl eigentlich?“

Security 2: „Nix.“

Security 1: „Aso.“

Am Klo tuscheln zwei Berater.

Berater 1: „Des habts supa gmacht.“

Berater 2: „Wos?“

Berater 1: „Die Erwartungen so drucken.“

Berater: „Wos?“

Berater 1: „So kannsch lei gwinnen.“

Berater: „Wos?“

Kellner schreit: „Wer will Eis?“

Am nächsten Tag sind alle verkatert. Niemand blau.

Glaubt an das Gute im Menschen. Eigentlich Betriebswirt. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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