Ungefiltert

Eine satirische Charakterstudie.
31. Juli 2026
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AFEU mit ChatGPT 53
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Es ist ja nicht so, dass sie die Mauer gebaut haben, um die vom Kommunismus ach-so-begeisterten Westberliner vor dem Ansturm in den Arbeiter- und Bauernstaat abzuhalten. Im Gegenteil. Es war genau umgekehrt. Dieses erfolglose System einer leistungsfeindlichen Gleichmacherei musste die eigenen Leute – mit Mauer, Wachtürmen und Selbstschussanlagen – davon abhalten, nicht mit fliegenden Fahnen in den Westen überzulaufen. Dabei beweist doch die Geschichte haargenau, dass nur jene Mauern und Wälle Bestand haben, die vorwiegend dazu da sind, das geordnete Miteinander einer Volksgemeinschaft, und den mit Fleiß und Schweiß geschaffenen Wohlstand seiner hart arbeitenden Bevölkerung, vor dem Neid und der Missgunst einer schmarotzenden Klientel, namens Völkerwanderschaft, zu bewahren.

„Wer vergisst auf sein Haus zu schauen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm eines Tages auch noch der Dreck unter den Fingernägeln gestohlen wird!“ – Herbert K. at his best.

Die innere Freiheit bedarf einer äußeren Grenze. Eine richtige Festung wirkt nur von außen abschreckend und beängstigend. Drinnen aber kann unter dem Schutz einer straffen und rigorosen Führung ein gedeihliches Biotop aus hehren Sitten und gewachsenen Traditionen erblühen. Die Chinesische Mauer, der Hadrianswall, die Trump-Mauer gegen Mexiko, die israelische Grenzmauer, die zypriotische Mauer in Nikosia. Für Herbert K. vollkommen logisch und in ihrer Sinnhaftigkeit unumstritten: Schutz vor räuberischen, ausländischen Horden und Vergewaltigern, Schutz vor kultureller Infiltration, Schutz vor islamistischem Terror.

„Wir schaffen das!“ 2015. Angela Merkel. Wie blöd kann man nur sein? Noch immer kam Herbert K. die Galle hoch, wenn er an diesen Ausspruch dachte. Auf die Grenzen und herein mit unzähligen, unregistrierten, ungebildeten und aggressiven islamischen Jungfundamentalisten!

Man darf Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Für Herbert K. war die Analyse klar. Staatssozialismus und protestantisches Christentum. Somit war das Scheitern vorprogrammiert. Aufgewachsen in der DDR, mit einem Theologen als Vater. Das hat die Merkel mehr als geprägt. Wer aus einer linken Diktatur kommt, kann schlicht und einfach nicht verstehen, dass Mauern eigentlich dazu dienen, unsere Werte und unsere Freiheit zu schützen, und nicht dafür da sind uns gefangen zu halten. Wenn es nach Herbert K. ginge, war jeder herzlich dazu eingeladen, auszuwandern oder zu remigrieren, der von linkslinker Gleichmacherei oder einem Gottesstaat träumt.

Es war für Herbert K. ein Hochgefühl, als 1989 die Berliner Mauer fiel und in wenigen Jahren das gesamte kommunistische System krachend zusammenbrach. Selbst heute noch erinnerte er sich mit freudigem Schaudern, wie zu Silvester 1989 David Hasselhoff an der Berliner Mauer ein Konzert gab. „I´ve been looking for freedom“! David Hasselhoff, der Knight Rider, der Baywatch-Star!

Während die anderen Kameraden in ihrem Testosteronüberschwang mit grindigen Machosprüchen, sich halbseidig an den Nahaufnahmen von Pamela Anderson abarbeiteten, war es für Herbert K. einzig und allein David Hasselhoff, der mit seinem makellosen Körper und seiner lauteren Aufrichtigkeit, als Erretter aus höchster Not und Gefahr erstrahlte.

Eine Schwärmerei. Gewiss. Aber es sind die idealisierten Bilder und Geschichten die den persönlichen Werdegang permanent begleiten und die verschwiegenen Tagträume der ansonsten uneingestandenen Bedürfnisse versüßen.

Auch wenn der Pool im Garten kein glitzernder Sandstrand von Malibu ist. Die Herausforderungen liegen, wie so oft, im Detail. In der überraschenden Hitzewelle des Junis. Die täglichen Routinen. Keschern, Düsen reinigen, den Filter rückspülen, ph-Wert überprüfen, die Chlorzugabe berechnen. Und dann: 38, 39 Grad im Schatten!

Der Pool droht zu kippen. Grünalgen. Schleimig. Hinterfotzig. Statt kristallklarem Wasser ein grünschlieriger, unappetitlicher Halbsumpf.

Nicht mit ihm! Nicht mit Herbert K., dem Poolwatcher. Dem Hüter des familiären Gestades. Nur zu gut wusste er, wie man mit diesen grünen Schmarotzern und Parasiten umzugehen hat. Das hatte er aus der Politik gelernt. Klotzen, nicht kleckern! Mit Algizid und Chlor. Dem grünen Feind die Stirn geboten!

Wahre Härte zeigt sich in der Konsequenz. Und als am nächsten Tag schon wieder grüne Schlieren durch das Wasser zogen, eröffnete Herbert K. den totalen Krieg. Diesen Kampf würde er gewinnen! Koste es was es wolle!

Es war Zeit für Plan B.

Einen Sturm.

Zyklon.

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