Drei Viertel der österreichischen PensionistInnen befürchten, dass sie kein Auslangen haben mit der staatlichen Pension. Sie zahlen viele Jahre in die Pensionskasse ein, arbeiten mehr oder weniger fleißig, und stehen womöglich in ihren Sechzigern mit einem Bein in der Armutsfalle. Die Erziehungsarbeit von Müttern wird kaum berücksichtigt. Selber schuld, wenn sie Teilzeitarbeit vorziehen oder lieber ganz bei den Kindern oder Pflegebedürftigen bleiben und keiner Lohnarbeit nachgehen. Dann bekommen sie eben nix. Den Ehrenamtlichen gehts ebenfalls so. Sie schauen durch die Finger. Immerhin haben sie ehrenvoll und unentgeltlich Arbeit geleistet, für die der Staat sich die Entlohnung spart. Der wahre Skandal ist aber der, dass Renten versteuert werden, auch kleine. Man stelle sich vor: irgendwann kommt der Zeitpunkt, in dem man meist eine magere Rente bekommt, die nach der Steuer noch magerer ausfällt und der Gürtel eh schon das letzte Loch erreicht hat. Enger gehts nimmer. Keine Lobby. Nirgends.
Das Jahr des Ehrenamtes und Pensionsorgen
Über Sorgen und Ausnützung.