Foto (c) Martin Senfter

„Mein Idol. Du fehlst!“

Auch Schlagersänger dürfen trauern. Ganz legal.
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Neulich auf Facebook und Instagram.

Ein Foto.

Links ein mittelalter Mann mit kurzem Haar. Rechts ein Junge von circa neun Jahren.

Darüber ein Text. „Willi, Kurti, Herr Doktor. Mein Idol. Du fehlst! Es schmerzt.“

Wenige Stunden später in einem Wiener Wirtshaus.

„Heast hast des gsegn? Da Tirola Burli. Da Alpen Toni. Da Schlagasänga aus Tirol. Dea bleat wegn im Ostbahn-Kurti. Heast bini jetzt scho gonz deppat wuan?“

Die Freunde des „deppat“ Gewordenen prosten ihm zustimmend zu. Wie kann ein oberflächlicher Schlagersänger nur Fan vom Dr. Kurt Ostbahn sein? So die einhellige Meinung der geselligen Runde.

Auf einem anderen Tisch murmelt eine Person: „Grenzen existieren nur in den Köpfen von fanatischen Fans.“

„Ge hoid dei Pappn, Willi“, schreien die Männer im Chor zurück.

Das Integrationshaus wackelt, aber es steht. Schreibt eine Lokalzeitung am nächsten Tag. In einer ganz anderen Sache.

Glaubt an das Gute im Menschen. Eigentlich Betriebswirt. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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