In kleinen Schritten geschehen große Dinge. Aus Inns’bruck wird Innsb’ruck.
Bei der Suche nach Ereignissen zu einem bestimmten Datum lässt man sich meist von KI etwas servieren, was diese gerade aus Wikipedia heraus geklaut hat.
Bewohner der Alpen schauen oft im „Alpenfeuilleton“ nach, was an so einem vorerst unscheinbaren Tag geschehen ist.
In unserem Fallbeispiel erschien im Alpenfeuilleton der Eintrag über „zerfranstes Gelände“, der davon berichtet, wie bei einem Spaziergang durch Straßenzüge mit Anlegerwohnungen diese im Wert steigen.
Gerade ist wieder ein Bericht erschienen, wonach in Innsbruck die Mieten durch diese Spaziergänge ungebrochen heftig gestiegen sind.
Wer ein gewisses intrinsisches Fachgebiet betreut, schaut bei der Suche nach Ereignissen zu einem bestimmten Tag gerne auch in den internationalen Bibliotheksnachrichten vorbei.
Und in einer dieser klandestinen Schriften wird für den 10. Dezember gemeldet, dass das US-Außenministerium (nicht zu verwechseln mit dem Kriegsministerium) zur „traditionellen Schriftart“ zurück wechselt.
Im Kern geht es darum, dass das von der Vorgängerregierung geschätzte „Calibri“ wieder durch das klassische „Times New Roman“ ersetzt wird.
Diese Nachricht löst bei vielen Schriftstellernden und Bibliotheks-affinen Personen Beruhigung aus, denn wegen der massenhaften Verbreitung von Microsoft verwenden ohnehin so gut wie alle Schriftkonsumenten in Europa die Times New Roman.
Die erregte Qualitätspresse versucht hingegen aus diesem „Rückschritt“ auf Times New Roman eine politische Botschaft herauszulesen so nach dem Motto: Denkt an die Nazis, die haben sich auch eine eigene Schrifttype unter den Nagel gerissen bis hin zum gewissen Sonderzeichen als Doppel-Buchstaben an jeder Schreibmaschine.
Viele von uns Schreibenden blicken also mit gewisser Erregung auf den 10. Dezember zurück, als das amerikanische Außenministerium rechts wurde und auf unsere von ihnen gekaufte Schrift zurück wechselte.
Und wenn man sich so diverse Texte anschaut, die mit Times New Roman verfasst sind, so lässt sich ein starker Rechtsruck feststellen, auch wenn man die Schrift nicht kursiv verwendet.
(Argumentationshilfe: Eine kursive Schrift neigt sich von sich aus gerne nach rechts.)
Soeben hat auch die Stadt Inns’bruck wieder einmal ihr Logo verändert.
Der Hintergrund des Schriftzugs mit einem Apostrophen drin darf jetzt blumiger und bunter gestaltet werden.
Damit soll der blumigen Stadtregierung täglich Referenz erwiesen werden.
Nach einer anderen Lesart soll das neue Logo jetzt den Apostroph verschoben haben in Innsb’ruck. – Ein Ruck möge also durch die Stadt gehen!
STICHPUNKT 26|34, geschrieben am 29.04. 2026