Die FPÖ, sonst nicht gerade EU-affin, fordert jetzt die Zulassung von Giga-Linern auf Österreichs Straßen – 60-Tonner sollen demnächst auch über die maroden Brücken im Wipptal donnern! So werde der Gütertransport vereinfacht und die Transit-Zahlen gesenkt. Na klar! Da müsste man ja Maut und Durchfahrt nach Achsen berechnen. Es stellt sich aber dabei doch die Frage nach den Hintergedanken und tieferen Beweggründen, denn die meisten Gedanken und Beweggründe der FPÖ sind tief und hintergründig.
Zeigt sich etwa im Vorschlag der Zulassung von Gigatonnern jetzt schon unverblümt die ungezügelte Lust der FPÖ am Drüberfahren (früher: am Reiten auf hohem Ross), sobald einmal der „Volkskanzler“ installiert sein wird? Denn das niedere Volk unten im Tal wird, wenn diese Partei sich durchsetzt, alles, was aus ihrem Monstertruck-Auspuff kommt oder unter dessen Räder gerät, eben schlucken müssen.
Oder ist das FPÖ- Vorhaben bloß ein Zeichen ihrer unverbrüchlichen Freundschaft mit den Kollegen nördlich und südlich des Brenners, die in ihrem eigenen Größenwahn täglich dick geschwollene Abgaswolken und Brutalo-Lärm glauben absondern zu müssen?
Oder versteckt sich dahinter doch ein ganz realistischer Plan zur endgültigen Lösung des Brenner-Transitproblems? Denn die Tiroler FPÖ behauptet ja immer, sie könne und wolle die Verkehrshölle im Wipptal wirksam bekämpfen. Verfolgt die FPÖ hier weitblickend womöglich eine strategisch ausgeklügelte Totalabriss-Strategie? Schließlich ist die FPÖ ja DIE Spezialistin im Abriss aller Brücken und Pfeiler in unserer Republik. Und wäre es nicht denkbar, dass sie diese ihre Fähigkeiten nun am Beispiel Brenner-Autobahn — unter Zuhilfenahme von Monstertrucks – einmal allen so richtig zeigen will?