20 Minuten Sozialmobil

5 Minuten Lesedauer

Geh einmal abends durch die Strassen und warte auf die Sonne. Ziemlich bitter, wenn’s dunkler und dunkler wird . Im Kopf dreht sich alles um ‚Waiting for the sun‘, wenn die Gedanken englisch denken, versuch einmal deutsch zu schreiben. Wahrlich gibt es einfachere Dinge, jedoch sollte dich diese Herausforderung reizen, sich dem endlosen Bullshit hinzugeben, denn der vertreibt die Langeweile immer noch am Besten. Wart einmal auf ein Sozialmobil und bemerke wie asozial-mobile Fahrzeuge Passanten fast über den Haufen fahren. Denk an dieses Sozialmobil und stelle dir vor, Sozialisten zu mobilisieren, das zu lesen was du da von dir gibst, also Kampf der Klassen gegen Langeweile und viel Gerede und Geschwafel und Gekritzel im Auto deiner Freundin, die aber in jenem sozialen Mobil sitzt, deren Schlüssel du hortest, während sie mobil Möbel in Schweden einkauft. Zwanghafte Alliterationen aller Altersklassen adeln auch Adler aber Aasgeier nicht. Haha, freue dich über die Einfachheit der Sprache bzw. des Gesichtsausdrucks jener, denen diese Zettel in die Hände fallen. Wenn vorne noch Max Weber die Soziologie wertrationalisiert, emotionalisiert hinten ein einfacher Student die Freude der Langeweile, gibt dem Warten eine Stimme. Regentropfen fallen auf die Scheibe des Fahrzeugs, geben den Takt vor für den Elan der Gedanken. Freue dich über jeden leeren Zettel und über jeden geklauten Kugelschreiber der funktioniert, wohl kannst du damit zu genüge deine Abende verbringen. Neunmalkluge Menschen kommen nicht vor in der Neuner-Reihe, zumindest nicht in der, die ich in der Volksschule gelernt habe. Wenn Neunmalkluge mit Altklugen, Besserwissern und Scheinweisen zusammentreffen, schütze deine Seele vor deren Gedanken,sonst verlierst du die Gabe der Hingabe und kreuzt ihren Kreis der empathielosen doppelMagister. Tu mir den Gefallen und werde nicht so, denn herunterziehen tun dich schon noch genug Sachen, als dass du dich auf deren Niveau auch noch hinab gibst. Oft merke ich selber meine grammatikalische Schwäche die ich im Schreibfluss an den Tag lege, jetzt aber im Mondschein, der sicher hell leuchtet, wäre er nicht von Wolken verdeckt, vergnüge ich mich mit meiner Unsicherheit gegenüber der deutschen Sprache.
Zurück von der doch verregneten Zigartettenpause, mobilisiert das Sozialmobil immer noch nur die Strassen der Stadt, die jetzt schon nur mehr dunkel ist. Schlechter Satz, musst aber auch einmal entschuldigen,irgendwann werden Konstruktionen schwächer. Rechts von mir parkt ein Junge mit Parka aus, parkt da gar ein Sozialmobil ein? Warten lehrt es. Übe dich in Geduld mein junger Padavan. Yoda, na eh klar! Es dürstet mich, wenn mein schöner Brownie kommt, darf es gern mit mir zu einer kühlen Blonden gehen. Merke wie der Text immer noch dümmer und inhaltsloser wird als er eh schon immer war. Furchtbar entschuldigen wird sie sich, mir aber auch sagen dass ich doch nicht hätte warten müssen und ich selber Schuld sei. Stimmt, nur wo ist die Schuld? Mach doch aus der Schuld das Beste und siehe da, du schreibst flüssiger denn je. Danke Schatz. Wenn aber die  Handschrift unkenntlich wird, flowt der Text nicht mehr. Interessant wie viele Leute spazieren gehen, trotz Regen, jedoch habe ich noch keinen ihrer Spatzen gesehen. Außer Spatzenhirnen, und die sind ja nicht besonders gescheit. Sagt man. Kann ja nicht hineinsehen,selbst wenn, was würde es mir über deren Intelligenz vermalen?
Nehm‘ alles zurück, Sozialmobile sind scheisse, Heuchler lassen mich in eine tiefe Depression schlittern, welche ich nur noch betrinken will, um diejenigen zu vergessen welche mich trübe stimmen, um dann zu merken, dass auch dies nichts bringt und ich mich selbst verfluche weil ich die wertvolle Schreibzeit, vertrunken habe.

Bild: Dietmar Meinert / pixelio.de

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