Im Salon #3: Bock auf Tour

2 Minuten Lesedauer

UB: Huuuuu, huuuuuu, Dieter, Dieter, ich bin der Geist of Human Rights Past… huuuuu, huuuuu.
DE: Kruzifix nochamole, wer isch denn des jetzt?
UB: Ich bin’s, Ute Bock.
DE: I han globt, du bisch gschtorba???
UB: Ja, das bin ich. Aber, glaubst du, lieber Dieter, dass ich mich vor irgendeiner Grenze aufhalten lasse?
DE: Warum kusch jetzt usgrechnet zu mir ge Ems?
UB: Ich will dir Episoden aus deiner Vergangenheit zeigen, damit du dein Verhalten änderst!
DE: Jo, spinsch du, verschwind aus mina Stuba!
UB: Du lässt mir keine Wahl – so oder so, du gehst mit mir!
DE: Hilfe! Was passiert mit mir?
Alles hüllt sich in weißen Nebel.
UB: Weißt du, wo wir sind?
DE: Jo, mia sind im Jüdischa Museum z’Ems.
UB: Und kennst du den Mann dort?
DE: Jo, des isch da Hanno Loewy.
UB: Was macht er gerade?
DE: Er brölt grad.
UB: Und wieso?
DE: Wohrschinle, weil i zu eam gsed han, er sei an amerikanischer Exil-Jude und er heat sich ned in üsre Innenpolitik izmischa!
Ute Bock kramt ein zerflattertes altes Pinguin Classics von A Ghost of Christmas Past raus und sucht eine bestimmte Stelle.
UB: These are the shadows of things that have been. That they are what they are, do not blame me.
DE: Und was soll des jetzt hoaßa?
UB: Ach, vergiss es.
Plötzlich taucht ein gigantisches Geisterheer toter Mittelmeerflüchtlinge auf und singt im Chor Dies Irae von Mozart.
DE: Naaaa, mia sind verlora!!!
Plötzlich wacht Dieter Egger auf. Er befindet sich gerade im Büro des Innenministers H. Kickl und war kurz eingeschlafen.
HK: Und? Super Idee, Dieter, oder, was denkst du?
DE: Voll supa, dia Beschte, dia i je kört han!

Titelbild: (c) EARLIER.at, flickr.com

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