NFL Draft: Mock Draft 1.0

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Zunächst einige Fakten zum Draft: jedes Jahr wählen die Mannschaften die ihrer Meinung nach besten Spieler für ihr Team aus. Dabei darf das Team mit dem schlechtesten Record (Sieg-Niederlagen-Verhältnis) der vergangenen Spielzeit als erstes auswählen. Der Super Bowl Sieger darf logischerweise erst als letztes picken. Heuer findet der Draft von 28.-30. April zum zweiten mal in Chicago statt. Auf Grund der Deflategate-Affäre gibt es heuer nur 31 statt der üblichen 32 Picks im Draft, die New England Patriots dürfen in der ersten Runde keine Auswahl treffen.
In den USA sind Mock Drafts sehr beliebt. Nahezu jeder größere Footballfan bzw. sämtliche Experten simulieren den Draft und geben ihre Tipps ab. Das versuche ich jetzt auch:


#1 Tennessee Titans: Laremy Tunsil OT (Mississippi)


Die logische Wahl, der Left Tackle soll Franchise Quarterback Marcus Mariota beschützen. Die O-Line der Titans muss dringend verbessert werden, Mariota wurde in der vergangenen Saison 54 mal gesacked. Das soll und wird sich mit Tunsil ändern.


#2 Cleveland Browns: Carson Wentz QB (North Dakota St.)


Die Browns wissen wohl wie kein anderes Team, wie man seine Draft-Picks verschwendet. In den letzten Jahren konnte man selten die richtigen Spieler für die Franchise finden (prominentestes Beispiel: Johnny Football). Mit Neo-Headcoach Hue Jackson soll der langersehnte Aufschwung vollzogen werden, ein Quarterback muss also her. Es wird auf eine Geschmackssache hinauslaufen: entweder man wählt Wentz oder Jared Goff.


#3 San Diego Chargers: Jalen Ramsey DB (Florida St)


Ramsey wird von vielen als bester Spieler des heurigen Drafts gesehen. Er kann sowohl Cornerback als auch Safety spielen. Die Chargers brauchen nach dem Abgang von Eric Weddle einen Defensive-Back. Ramsey ist die logische Wahl.


#4 Dallas Cowboys: Joey Bosa DE (Ohio St.)


Mit der Verpflichtung von RB Alfred Morris dürfte die Wahl der Texaner auf den Defensive-End fallen. Die Cowboys brauchen einen starken Pass-rusher und den bekommen sie in Form von Joey Bosa. Bosa dürfte sich schnell in der NFL zurecht finden und erinnert von seiner Spielweise an keinen geringeren als J.J. Watt.


#5 Jacksonville Jaguars: Myles Jack OLB (UCLA)


Myles Jack gilt als sehr großes Talent und als früher Draftpick, obwohl er in der vergangenen College-Saison nur drei Spiele absolvieren konnte. Der Outside-Linebacker verletzte sich am Knie und musste die restliche Saison aussetzen. Dennoch wird er an fünfter Stelle von den Jaguars gewählt und mit Jackson, Posluszny, Cyprien und Amukamara für eine starke Defensive sorgen.


#6 Baltimore Ravens: Ronnie Stanley OT (Notre Dame)


Die Ravens verstärken ihre O-Line, speziell die linke Seite mit Ronnie Stanley. Hinter Tunsil ist Stanley sicher der beste Tackle im diesjährigen Draft.


 #7 San Francisco 49ers: Jared Goff QB (Cal)


Wieder einmal alles neu in San Francisco. Chip Kelly wurde verpflichtet und man hätte eigentlich meinen sollen, mit Colin Kaepernick stünde ihm sein Traumtyp von Quarterback zur Verfügung. Allerdings will Kaepernick wechseln, die Broncos stehen im Raum. Stand heute wählen die 9ers deshalb einen QB, mit Namen Jared Goff. Kommt aus Kalifornien, spielte am College in Kalifornien, bleibt in Kalifornien.


 #8 Philadelphia Eagles: Ezekiel Elliot RB (Ohio St.)


Das könnte groß für die Eagles werden. DeMarco Murray ist nach dem einjährigen Gastspiel nun bei den Titans angekommen, mit Elliot steht ein unfassbar starker Runningback in den Startlöchern. Sowohl seine Lauf -als auch seine Fangfähigkeiten dürften den Eagles und QB Sam Bradford sehr schnell sehr viel Freude bereiten. Elliot wird derzeit höher gehandelt (viele sehen ihn an #4 bei den Cowboys) weil er im Combine und im Pro-Day wirklich restlos überzeugen konnte. Hier geht er aber nach Philly.


 #9 Tampa Bay Buccaneers: Vernon Hargreaves III CB (Florida)


Hargreaves dürfte der beste „echte“ Cornerback im Draft sein (wenn man Ramsey abzieht) und dürfte neben Neuzugang Brent Grimes sofort gesetzt sein. Er ist zwar nicht der größte (1.78 cm) allerdings fängt er nahezu jeden Ball der in seine Richtung kommt. Könnte einen ähnlichen Einfluss haben, wie Marcus Peters auf die Chiefs letztes Jahr.


 #10 New York Giants: Jack Conklin OT (Michigan St.)


Die Giants haben in der Offseason ihre Defensive um Hausecken verstärkt und werden ihren ersten Pick für die Offensive ausgeben. Entweder für die O-Line oder einen Wide Receiver. Ich gehe mit einem O-Liner. Der bisherige Left-Tackler Flowers wechselt nach rechts, Conklin übernimmt die linke Seite.


 #11 Chicago Bears: DeForest Buckner DE (Oregon)


 
Mit den Defensive-Ends siehts in Chicago derzeit alles andere als gut aus. Buckner dürfte gut zu John Fox passen. Hinter Bosa sicherlich der beste DE des Drafts.


 #12 New Orleans Saints: Laquon Treadwell WR (Mississippi)


Marcus Colston hat die New Orleans Saints verlassen. Brandin Cooks ist noch da. Wir geben Drew Brees neues Spielzeug. Mit Treadwell wird er mehr als zufrieden sein. Obwohl der WR beim Combine nicht den 40-Yard-Dash lief, überzeugte er bei allen restlichen Übungen. Am Pro Day (28. März) wird er aber laufen. Wird schnell.
https://www.youtube.com/watch?v=BPwZxYaSWcY


 #13 Miami Dolphins: Kevin Dodd DE (Clemson)


Obwohl Mario Williams verpflichtet wurde, setzen die Dolphins auf einen Pass-Rusher. Es wird ein Spieler von Clemson. Entweder Dodd oder Lawson. Wir gehen mit dem jüngeren.


#14 Oakland Raiders: Eli Apple CB  (Ohio St.)


Die Raiders waren äußerst fleißig in der Offseason, allerdings braucht es noch einen Partner für Cornerback Amerson. Eli Apple überzeugte beim Combine und dürfte zu den Raiders fallen. Wieder ein Spieler von Ohio State, wieder einer mit dem HC Jack del Rio seine Freude haben wird. Raiders dürften groß werden!


 #15 Los Angeles Rams: Connor Cook QB (Michigan St.)


Ist er verrückt? Dreht er jetzt komplett durch? Nein, die Rams können mir nicht erzählen, dass Case Keenum ihr Starting-QB wird. Vielleicht ist der 15. Pick zu früh, aber wer weiß was passiert. Cook hat den besten Record aller Quarterbacks die jemals bei Michigan State spielten, einen starken Arm und hat schon im richtigen System gespielt. Cook wird fehlende Führungskraft vorgeworfen, da er nicht Captain seines Teams war. Im Combine konnte er bei den Interviews seine Kritiker Lügen strafen. In Los Angeles kann er es allen zeigen. Mit Gurley steht ihm nicht der schlechteste Mitspieler zur Verfügung. Ich bleib dabei: Cook > Lynch (nein nicht Marshawn).


 #16 Detroit Lions: Taylor Decker OT (Ohio St.)


Weiter geht’s mit Ohio State Spielern, weiter geht’s mit einem O-Liner. Die Lions müssen den Verlust von Calvin „Megatron“ Johnson auf der Wide-Receiver Position erst einmal verdauen, Marvin Jones und Golden Tate sollen für die Offensivakzente sorgen. Deshalb verstärkt man in Detroit die O-Line um QB Stafford mehr Zeit zu geben. Decker wird auch eher als LT spielen.


#17 Atalanta Falcons: Darron Lee OLB (Ohio St.)


Mehr Ohio State Buckeyes gibt es dann bald nicht mehr. Die Falcons brauchen Verstärkung an den Outside-Linebacker Positionen. Das Momentum spricht für Lee, seit dem Combine spätestens sind viele Trainer von ihm begeistert.


 #18 Indianapolis Colts: Reggie Ragland LB (Alabama)


Die Colts brauchen zwei Dinge: Verstärkung in der O-Line und eine Defensive. Fangen wir bei letzterem an. Ragland kommt und Ragland wird’s gut machen. An Selbstvertrauen sollte es ihm nicht mangeln, der Linebacker gewann mit Alabama die Collegemeisterschaft.


 #19 Buffalo Bills: A’Shawn Robinson DT (Alabama)


Es wird ein D-Liner, entweder ein Defensive End oder eben ein Tackle. Wir gehen mit dem Tackle und mit Robinson.


 #20 New York Jets: Leonard Floyd OLB (Georgia)


Floyd kann alles, Outside-Linebacker, Defensive End: er ist einfach ein starker Pass-Rusher. Kann man immer gebrauchen. Sollte sich mit Fitzpatrick noch was ergeben (oder in dem Fall nichts mehr ergeben) steht hier statt Floyd Paxton Lynch.


 #21 Washington Redskins: Jarren Reed DT (Alabama)


Die Redskins brauchen einen Defensive-Tackle und bekommen Reed. Die Offensive läuft schon ganz gut in der Hauptstadt (ok, sie sind außerhalb von Washington), die Defensive soll dieses Jahr auch für ordentlich Druck sorgen. Die zwei mögen ihn auch:
https://www.youtube.com/watch?v=5WxMnOCsXbY


 #22 Houston Texans: Will Fuller WR (Notre Dame)


Bei den Texans wirft ab jetzt Brock Osweiler die Bälle. Neben DeAndre Hopkins bekommt er noch einen weiteren Receiver: Will Fuller. Fuller ist unfassbar schnell. Und wird vor allem für die tiefen Bälle ein ordentliches Ziel sein. Ach ja, Lamar Miller spielt ja jetzt auch in Houston.


#23 Minnesota Vikings: Corey Coleman WR (Baylor)


Teddy Bridgewater braucht mehr Waffen. Adrian Peterson wird nicht jünger, deshalb wird man langsam vermehrt auf das Passspiel setzen müssen. Letztes Jahr ging das mit Rookie Diggs schon ganz gut. Mit Coleman kommt ein universeller Wide-Receiver zu den Wikingern. Könnte passen.


 #24 Cincinnati Bengals: Josh Doctson WR (TCU)


Die Bengals haben Sanu und Jones in der Offseason verloren, Dalton muss zu wem werfen (der Gegner zählt ja bekanntlich nicht :D). Doctson hat vor allem im Combine eine mehr als gute Figur abgegeben und dürfte sich gut mit A.J Green ergänzen.


#25 Pittsburgh Steelers: William Jackson III CB (Houston)


Die Steelers werden einen Cornerback draften. Jackson bringt alles mit was es braucht. Dürfte den Steelers in der Secondary endlich weiterhelfen.


#26 Seattle Seahawks: Noah Spence DE (Eastern Kentucky)


Spence gilt als hochtalentiert, allerdings hat er auch schon einen Skandal hinter sich. Vergangenes Jahr wurde bei ihm der Konsum von Ecstasy nachgewiesen, sein altes „Arbeitgeber“ – Ohio State (wie könnte es anders sein) – und die Big Ten Division suspendierten den Defensive End. Spence fand Vertrauen und sein Glück in Eastern Kentucky. Mit dem Abgang von Irvin brauchen die ‚Hawks einen Ersatz. Das hier ist er.


 #27 Green Bay Packers: Andrew Billings NT (Baylor)


Wenn alle Prognosen falsch sind, diese hier wird stimmen. B.J. Raji scheint zurückgetreten zu sein, es braucht also einen neuen Big Guy.


 #28 Kansas City Chiefs: Mackensie Alexander CB (Clemson)


Neben Marcus Peters braucht es einen weiteren Cornerback. Alexander war vor dem Combine eigentlich eher in der ersten Hälfte der ersten Runde zu erwarten, hat aber beim Combine nicht wirklich einen guten Tag gehabt. Er geht aber dennoch noch in Runde eins und wird versuchen, an Peters‘ Rookie Saison heranzukommen.


 #29 Arizona Cardinals: Sheldon Rankins DT (Alabama)


Viele sehen ihn früher gehen. Aber wie gesagt, mein Draft, meine Regeln. Die Cardinals können einen richtig guten Spieler spät abstauben. Macht sie nicht unbedingt schlechter.


 #30 Carolina Panthers: Shaq Lawson DE (Clemson)


Lawson könnte schon früher gehen, könnte aber auch zu den Panthers fallen. Es wird ein D-Liner oder ein Safety beim Super Bowl Teilnehmer.


#31 Denver Broncos: Paxton Lynch QB (Memphis)


Jetzt darf er doch noch in der ersten Runde. Lynch ist ein solider Quarterback, der sich mit Sanchez um die Starting-Position messen wird. Oder sie bauen ihn hinter Sanchez auf. Eher bauen sie ihn auf.

So das war der erste Mock Draft, es sollte noch mindestens einer folgen. Seid ihr zufrieden? Was hättet ihr anders gemacht? Schreibt es in die Kommentare oder twittert mir unter @msenfter bzw. #seNFL.

Beitragsbild: NFL /Facebook

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