NFL Woche 4: Quaterbackverschleiß – Fantasy Football

9 Minuten Lesedauer

Tony Romo, Drew Brees, Jason Cutler, Ben Roethlisberger, Andrew Luck haben etwas gemeinsam. Sie sind alle, wenn auch unterschiedlichen Grades, verletzt. Für sie springen Kaliber wie Michael Vick oder Matt Hasselbeck ein, die beide schon ihren fünften Frühling hinter sich haben. Das macht sich auch im Fantasy Football bemerkbar. Um Fantasy Football soll’s hier heute auch vermehrt gehen. Ein kurzes Resümee aus drei Wochen NFL:
Vorneweg, wer Fantasy Football nicht kennt: SEI FROH! Es zerstört Freundschaften, zeigt die tiefsten, verborgensten Charakterzüge und nimmt einen gehörigen Teil der Freizeit ein. Dennoch bekommt der Sonntag durch Fantasy Football einen nahezu nicht zu beschreibendes Upgrade. Man sieht Football mit anderen Augen. Man wünscht den Spielern des Gegners jegliche Verletzungen (außer es sind Spieler die man im echten Leben, außerhalb des Fantasy Footballs, auch mag), Nervenkostüme werden gesprengt, die Projections verdammt. Nichts ist schöner als ein Sieg, nicht ist grausamer als eine Niederlage. Am Sonntag kann eine ganze Woche im Eimer sein, noch bevor sie angefangen hat. Sie kann aber auch zu einer wunderschönen mutieren. Beim Autor dieses Artikels steht seit drei Wochen ein nur ein Wort im Kalender: Hass! Ich hasse dieses Spiel!
Worum geht es dabei eigentlich, wie funktioniert das?

  • Zunächst musst du an Football interessiert sein, ohne das geht gar nichts.
  • Dann musst du auch so verrückte Menschen finden, die wie du auf Football stehen
  • Jetzt kann’s eigentlich schon losgehen, eine arme Haut gründet eine Liga (entweder auf www.nfl.com/fantasyfootball  oder auf https://football.fantasysports.yahoo.com)
  • Je nachdem wieviele Teams ihr in eurer Liga habt (maximal 16, davon ist aber abzuraten, da zu wenige Spieler zur Verfügung stehen), macht ihr euch aus wie ihr draftet. Optimalerweise schafft ihr es einen Termin für einen Livedraft zu finden, dieser Tag ist dann quasi Weihnachten, Ostern, Geburtstag; Champions League Finale und Super Bowl zusammen.
  • Man wählt Spieler aus, die nach ihrer echten Leistung am Feld punkten. Jeden Spieler gibt es nur einmal.
  • Jede Woche spielt man gegen ein anderes Team aus der Liga um am Ende in die Playoffs einzuziehen und um den Super Bowl deiner Fantasy Liga zu kämpfen.
  • Spiel es einfach! TU ES!
Die Prognose lässt mich gewinnen. Das muss ich mit der Welt teilen!
Die Prognose lässt mich gewinnen. Das muss ich mit der Welt teilen!

Ärger, Ärger, Ärger:

Wie oben schon beschrieben, ist der Drafttag der beste Tag im Jahr, aber auch der entscheidenste denn hier wird das Team hauptsächlich zusammengestellt. Da ist es natürlich besonders bitter, ja fast schon brutal, wenn sich die ersten Spieler noch in den Pre-Season Spieler verletzen. Deshalb: Auch wenn es besonders schwerfällt, den Draft sollte man so spät wie möglich ausführen. Prinzipiell gilt aber – Verletzungen sind immer ärgerlich. Besitzer von Dez Bryant beispielsweise können da ein Lied davon singen. Oder eben jene von den ganzen Quaterbacks die am Anfang des Artikels stehen. Richtig furchtbar sind auch Teams, die in der Offseason den Trainer austauschten und mit neuen Systemen spielen, die nicht unbedingt mit dem Spielermaterial zusammenpassen. Broncos-Runningback C.J. Anderson hat alles was ein guter Fantasy-Spieler braucht – außer einer O-Line. Somit steht Anderson bei 10 Punkten nach drei Spieltagen. Katastrophal.

Credit: Facebook/Nfl Memes
Credit: Facebook/Nfl Memes

Weitere Highlights im negativen Sinn: Justin Forsett, Marshawn Lynch , Jimmy Graham und DeMarco Murray. Murray ist wirklich eine einzige Katastrophe und geht den meisten Ownern schon – Achtung Zitat – „mächtig auf die Eier“. Auch Peyton Manning geizt mit Punkten, nichts ist mehr zu sehen vom einstigen Fantasy Liebling. Da läufts auch noch nicht. Bengals Runningback Jeremy Hill lässt seine Besitzer derzeit auch ordentlich im Stich, Besserung könnte diese Woche in Sicht sein.
Das Problem ist, man weiß nicht was ärgerlicher ist: Verletzungen oder schlechte Leistungen. Beides bringt niemanden ans Ziel.

Wer sind bis jetzt die besten Spieler:

No, na: Tom Brady und Aaron Rodgers. Beide machten in den ersten drei Wochen 80 Punkte, also im Schnitt 26 Punkte. Tom Brady wird diese Woche nichts dazu beitragen können, die Patriots sind in der Bye Week. Quaterbacks punkten tendentiell immer am Besten, Brady und Rodgers sind da eine sichere Bank. Spannend sind die Kandidaten auf den weiteren Plätzen, namentlich Andy Dalton, Tyrod Taylor (70 Punkte) und Cam Newton (69 Punkte). Gerade dass Taylor so stark aufspielt haben wohl die wenigsten erwartet. Erst seit heuer Startingquaterback bei den Buffalo Bills, bedankt sich der 26-Jährige mit starken Leistungen für seine Rolle.

So ist es (Credit: Facebook/Nfl Memes)
So ist es (Credit: Facebook/Nfl Memes)

Einer der, wie Walter Reiterer letzte Woche vollkommen zu Recht meinte, direkt in die Hall Of Fame wandern wird, wenn er so weiter macht, ist Wide Receiver Julio Jones: 440 Yards und vier Touchdowns in drei Spielen ergeben 68 Fantasypunkte und somit den besten Score eines Nichtquaterbacks. Wer Jones in seinem Team hat, kann das Schluchzen und Schlucken der Gegner laut hören. Der kann Wochen(enden) zerstören. Und Freundschaften.
Bester Fantasyrunningback ist derzeit Jamaal Charles mit 59,20 Punkten. Der ist nie verletzt, macht quasi immer seinen Touchdown und läuft sonst auch noch immer knapp 100 Yards. Konstanz hat einen Namen, auch wenn er in Woche zwei auch zwei Fumbles verantwortete.

Was sonst noch passiert:

Ein bisschen über die Spiele müssen wir auch noch reden:

  • Jay Cutler is back! Die Niederlagenserie geht weiter. Derreck Carr und Amari Cooper zerstören die Bären – Raiders gehn auf 3(!)-1
  • Im Zuge Cutlers Unfähigkeit machen die Bears das einzig richtige: sie holen Tim Tebow!
  • Michael Vick hat mit den Steelers schon gespielt und seine Sache ordentlich gemacht. Er bleibt der beste Backup QB der Woche.
  • Detroit geht auf 0-4, Earl Thomas und Richard Sherman fangen jeweils einen Pass von Matthew Stafford ab.
  • Collin Kaepernick schafft es knapp nicht, vier Turnovers zu verantworten
  • Mit oder ohne Brees: Jetzt klappts mit dem ersten Sieg. Die Saints gewinnen gegen die Cowboys
  • Cowboys Runningback Joseph Randle zeigt sein wahres Gesicht und rusht für maximal 50 Yards
  • Taylor schlägt Eli Manning. Sowohl in Touchdowns als auch in Yards. Einzig die Turnoverstatisitk geht an Eli.
  • Blake Bortles und seine Jaguars holen sich den Sieg gegen Rentner Hasselbeck und die Colts
  • Sam Bradford geigt langsam auf (zwei Touchdowns), DeMarco Murray bleibt aber ein Rohrkrepierer bei Phillys Sieg in Washington
  • Adrian Peterson hat’s schwer, kommt aber abermals auf über 120 Yards

Spiele Woche 4:

Baltimore Ravens @ Pittsburgh Steelers: 23:20
Sonntag 15:30 London:
Miami Dolphins – New York Jets
Sonntag 19:00
Houston Texans @ Atlanta Falcons
New York Giants @ Buffalo Bills (Pro 7 Maxx)
Oakland Raiders @ Chicago Bears
Kansas City Chiefs @ Cincinnatti Bengals
Jacksonville Jaguars @ Indianapolis Colts
Philadelphia Eagles @ Washington Redskins
Carolina Panthers @ Tampa Bay Buccaneers
Sonntag 22:05/22:30
Cleveland Browns @ San Diego Chargers
St. Louis Rams @ Arizona Cardinals
Minnesota Vikings @ Denver Broncos
Green Bay Packers @ San Francisco 49ers (Puls 4, Pro 7 Maxx)
Montag 2:30
Dallas Cowboys @ New Orleans (spox.com)
Dienstag 2:30
Detroit Lions @ Seattle Seahawks (spox.com)
 
 

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

code