(M)eine (Grenz-)Erfahrung

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"Fröhli" Busreise in Osttirol (F.K.)
„Fröhliche“ Busreise in Osttirol (c) F.K.

Ganz ehrlich. Wer regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln (wäre ja umweltmäßig usw. nicht von Nachteil) von der Landeshauptstadt Innsbruck – in die Tiroler Exklave und Bezirkshauptstadt  Lienz fahren muss – hat es nicht ganz so leicht. (M)eine (Grenz-)Erfahrung:
Seit gestern kann ich sagen: Mit Sicherheit KEINE Alternative zum alten Direktzug ist die Verbindung Lienz – Kitzbühel – Innsbruck. (hier fährt man mit dem Bummel-Bus von Lienz bis Kitzbühel und steigt dann auf den Zug nach Innsbruck um) Wieso das keine Alternative ist? Erstens bekommt man hier zu spüren – obwohl ebenfalls mit dem Bus unterwegs – wie stark der Direktbus (über das verkehrsmäßig stark belastete Pustertal) finanziell gefördert wird. (man zahlt mal gepflegt das Doppelte!) Zweitens werden typische ÖBB Vergünstigungen wie die Vorteilscard (unter 26 bin ich nur noch dieses Jahr!) nicht berücksichtigt. Wahre Alternativen sehen für mich anders aus.
Weiters kann man sich dann im Zug von Kitzbühel nach Innsbruck – der natürlich heillos überfüllt ist – weil er direkt von Graz kommt, mühsam einen Platz erkämpfen. Wenn man dann – welch unerwartetes Glück – vor einem fast leeren Abteil steht (ein Mann sitzt drin) und freundlich fragt ob denn hier noch ein Platz frei sei, bekommt man die murmelnde, vorwurfsvolle und mit einem leicht aggressiven Unterton versehene Antwort: „Dienstabteil!“
Dass dieses ominöse Dienstabteil, bei 4 Wagons die den gesamten Zug ausmachen (Strecke Graz-Innsbruck!!!), dann weder gekennzeichnet ist, noch bei heilloser Überfüllung aufgelöst wird und das nicht einmal obwohl das Abteil nebenan (!) das gekennzeichnete und vollkommen leere, eigentliche Dienstabteil war – lässt einem nicht nur den Groll die Speiseröhre „raufkrallen“, sondern so lange den Kopf schütteln bis dieser nur mehr lose von den Schultern baumelt.
Das einzig Positive. Man war bei Weitem nicht alleine in diesem Schienen-Horror. Und die Hinfahrt im ordentlich subventionierten (wie lange noch?) Hochglanz-Direktbus war – bis auf die Semino Rossi Dauerbeschallung – recht komfortabel.

Ein Leben zwischen Schreibmaschine und Fußballplatz. Eigentlich Betriebswirt. Heute mal Autor, mal Sportmanager. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier - "Diskursplatz für Selbstdenker" - aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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