“Pelo Malo” – ein Kind auf der Suche nach seiner Identität

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Wer will ich sein? Wie darf ich sein? Diese Fragen stellt sich Junior gegen Ende der Sommerferien. Er lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder in einem Plattenbau am Rande einer hektischen, südamerikanischen Großstadt. Sein Vater ist tot, seine Mutter Marta hat ihren Job bei einem Sicherheitsdienst verloren, das Geld reicht nicht einmal für das Foto, das zu Beginn des neuen Semesters in der Schule gemacht werden soll.

Während Marta darum kämpft, ihren Job wieder zu bekommen, unternimmt Junior alles, um seine lockigen Haare für das Schulfoto zu glätten. Er verabscheut seinen Wuschelkopf und träumt davon, am Foto wie ein erfolgreicher Popsänger mit glatten Haaren auszusehen. Seine Mutter hingegen weißt Junior ein ums andere Mal hartherzig zurück: sie vermutet Junior sei schwul und sorgt sich, er wäre deshalb nicht stark genug um sich in der Gesellschaft zu behaupten. Sie lehnt Juniors Gesang strikt ab und verbietet ihm, sich die Haare zu glätten.

Als Martas Schwiegermutter Juniors Haare glatt föhnt und ihn zum singen ermutigt ist Junior zwischen zwei Welten gefangen: wird er seinen Traum vom Singen verfolgen oder darauf verzichten um die Liebe und Zuneigung seiner Mutter zu gewinnen die er sich so wünscht? „Pelo Malo“ ist eine Geschichte von den komplexen Gefühlen und Sorgen eines Kindes und von der Angst und dem Kummer seiner Mutter.

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