Liebe Leserinnen und Leser!

6 Minuten Lesedauer

Ein Onlinemagazin zu betreiben ist das vermutlich zeitintensivste Hobby dem man nachgehen kann. Aktualität, Qualität, Reflexion, Screening sind die Anker die uns täglich begleiten. Täglich heißt: nach unseren eigentlichen Arbeiten, unseren Geldeinnahmen. Um Arbeit, Privatleben, Freunde und andere Hobbies unter einen Hut zu bringen, bedarf es einen enormen logistischen Aufwand und auch viel Toleranz und Nachsicht der betroffenen Personen. Jene von Euch die uns besser kennen, werden es in letzter Zeit zwangsläufig zu spüren bekommen haben, dass wir bei Treffen, ausgehen, zusammensitzen, äußerst unliebsame Mittrinker sind, ständig am Handy oder in Gedanken wo anders. Jetzt kann man natürlich sagen: Es ist nur ein Hobby, warum der Aufwand wenn man nicht davon leben kann?

Immer diese Terminologie

Materiell betrachtet zahlen wir derzeit drauf. Journalismus, wie schon eingangs erwähnt, ist in unserem Fall nicht nur zeitintensiv, sondern mitunter auch recht teuer. Was Spaß macht darf aber auch Kosten, zumal es ja dem Ziel dient, AFEU größer und besser zu machen. Jeden Tag mindestens einen Artikel zu bringen, ist mittlerweile unser Ziel und Anspruch und auch Eurer, denn Ihr seid es gewohnt jeden Tag etwas Neues von uns serviert zu bekommen. Dank der wachsenden Zahl und dem Engagement unserer freien Autoren, ist das auch möglich. Für Euer Leseverhalten und Interesse möchte ich mich im Namen aller Autoren herzlich bedanken.
Durch den Re-Launch unserer Seite, konnten wir unser Medium ein klein wenig umgestalten und Dinge einführen, die wir uns schon lange gewünscht haben: ein weniger offensichtliches WordPressdesign, eine mobile Version der Seite und beispielsweise die Spitzmarke, also der kleine Übertitel, der dem Leser sagen soll, was auf ihn zukommt.
Gestern hat Markus Stegmayr unter der Spitzmarke Konzertkritik einen Artikel über den ersten Tag des kleinen Treibhaus-Festivals mit Mother’s Cake als Headliner, verfasst. Der Text ist aus subjektiver Sicht geschrieben und erklärt schon im Titel und im Vorspann, warum die Konzerte, nichts für ihn und aus seiner Sicht auch, nichts für Menschen seines Alters waren. Und siehe da: AFEU bzw. ich bekam den ersten kleinen Shitstorm.

Aufgaben, Medium, Erziehung?

AFEU ist ein Medium das immer noch in seinen Kinderschuhen steckt. Dennoch wachsen wir mit jedem Tag, wir machen Dinge anders als noch vor wenigen Monaten. Hauptbestandteil dieses Projekts ist Meinung: nicht umsonst steht direkt hinter ALPENFEUILLETON | Meinung und Hintergründe und Information. Meinung ist uns wichtig, dennoch: in unserer Blattlinie ist klar definiert was Platz hat und was nicht. AFEU ist ein stark meinungsorientiertes Blatt; Austausch zwischen Leser und Autoren, und unter Autoren selbst, ist einer der Grundpfeiler. Wir geben jedem die Möglichkeit im Rahmen der Spielregeln Stellung zu beziehen (keine Hetze, Rassismus, Beleidigungen, Beschimpfungen jeglicher Art etc.). Auch ich bin nicht immer mit sämtlichen Artikeln einverstanden, ein Veto wird aber dennoch nur in den äußersten Fällen vergeben und da dann auch nur nach sehr langer Diskussion. So wie mir geht es natürlich auch vielen von Euch: so sehr wir uns bemühen, wir werden nicht immer jeden Leser zufriedenstellen können. Aber das wäre ja noch schöner!
AFEU hinterfragt sich ständig, wie in anderen Medien stellen auch wir uns die Frage nach der Funktion und Aufgabe des Blattes: was machen wir, was bringen wir, was wollen wir, und in weiterer Folge natürlich die Frage, was Ihr vor allem wollt. Manche Texte polarisieren mehr als andere. Gestern scheiterte Markus’ Artikel retrospektiv betrachtet an der Spitzmarke: Konzertkritik. Viele Leser schrieben mich an und fragten nach dem Sinn dieses Artikels, was der Markus überhaupt für ein Typ sei, warum ich so was bringe und vor allem unter dem Titel der Konzertkritik. Vielleicht wäre die Spitzmarke Stegmayrs Kosmos, Markus bei…., oder irgend eine andere besser gewesen. Auch darüber haben wir diskutiert und diskutieren wir auch weiterhin. Für die Zukunft haben wir auch schon eine Lösung gefunden, die Ihr bei erster Gelegenheit erfahrt und seht.
Pragmatisch gesehen könnte man behaupten: Klicks generiert, erstes Ziel erfüllt. Wer aber für Qualität stehen will, darf und will sich damit aber nicht zufriedenstellen. Der Leser ist König und soll ja auch wieder kommen. Ich hoffe das Ihr wieder kommt und dass wir Euch bestmöglich informieren und im optimalen Fall auch begeistern können. Kritik ist uns äußerst wichtig und in konstruktiver Form jederzeit erwünscht und erbeten. Bei all jenen die mir persönlich geschrieben haben möchte ich mich für die großteils konstruktive Kritik bedanken. Wenn ihr uns aber noch einen Gefallen tun wollt, dann wendet euch direkt an den Autor oder postet eure Gedanken unter den Artikel. Wie gesagt im Rahmen der Spielregeln gibt es keine Grenzen und Geheimnisse. Etwaige längere Kritiken werden gerne aufgenommen und veröffentlicht.
Für mehr Transparenz und einen offenen Umgang miteinander, danke für die Treue und die Kritik
Martin Senfter, Mitbegründer AFEU und wenn man’s so will Chef vom Dienst also letzter Gatekeeper

2 Comments

  1. Die spielregeln gelten wohl nur für eure kommentarfunktion?
    Herr st wirft andersdenkenden ja so allerhand vor. Krankheit z.bsp.
    Klar, m. St. Als euer kulturchef, als selbsternannter musikexperte, als die obrigkeit in person darf das.
    Wozu shitstormen? Ich les sowas einfach nicht mehr.

    • Gut, dass am AFEU ja noch genügend andere Texte, von anderen Autoren, zu anderen Themen zu lesen sind – die kannst du dann getrost lesen und kommentieren. 😉
      Vielleicht gibst du Herrn st. dann ja auch mal wieder eine Chance.

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