Tilichosee

4919 m. Zentral-Nepal. Ein Gedicht.

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Über Hügel
auf und ab.
Durch lichte Birken-
wälder trab‘.

Vorbei an wehend,
bunten Fahnen,
unterm blauen Schutz
der Ahnen.

Immer höher,
immer weiter,
gen weiße Gipfel,
stets befreiter.

Weit glänzt türkis der See …
Eis stürzt polternd,
krachend, laut,
ward jahrzehntelang erbaut.

Die Luft wird dünner,
Atmen schwer,
nah der Sonne,
Himmel leer.

Nur ein paar Adler
kreisen sanft,
warmer Schnee
heimlich verdampft.

Kalt zischt der Wind
durch Mark und Bein,
doch hier
fühl‘ ich mich endlich nicht allein.


Tilichosee, Nepal (c) M. Mitternoeckler
Tilichosee, Nepal (c) M. Mitternoeckler

Geboren 2001 in Innsbruck. Freie Journalistin mit Liebe zu Reportagen. Bis vor Kurzem fixer Bestandteil der Tiroler Redaktion einer österreichischen Tageszeitung. Mitglied im Turmbund, erste Lesung 2021. Kommt ursprünglich aus dem Schauspielbereich. Gerade neugierig in Asien unterwegs.

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