2017: Weniger ist mehr!

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(c) Nana B Agyei, Change – Its A New Year, flickr.com

Der Jahreswechsel ist die Zeit des kollektiven Zurückschauens und Vorausplanens. Ein jährlich wiederkehrendes Schauspiel, das irgendwo zwischen schmerzendem Drama, einer lustvollen Tragikomödie und einem hoffnungsreichen Sciencefiction-Märchen liegt. Die einen verteufeln das vergangene Jahr, während es die anderen zum „besten ihres Lebens“ hochstilisieren.
Was wir alle machen: Wir malen uns aus, wie das neue Jahr wird und noch vielmehr, was wir uns für das neue Jahr wünschen. Ein bisschen mehr hiervon, dafür ein bisschen weniger davon – die Wunschpalette ist oft recht lang. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, pflegt meine Großmutter zu sagen und grundsätzlich hat sie damit recht aber wann, wenn nicht zu Silvester, sollten wir diese Weisheit einmal bei Seite lassen?
Um die Quantität der Wünsche etwas mit der Realität in Einklang zu bekommen, gibt es bei meinen Wünschen heuer kein „Mehr“ oder „Weniger“ sondern nur ein „Mehr und dafür Weniger“. Einzige Ausnahme: Die Wünsche sind mehr ODER weniger ernst gemeint:
Für 2017 wünsche ich mir also:
Mehr Sonnenschein dafür weniger Regen.
Mehr Verständnis für Flüchtlinge dafür weniger Menschen, die flüchten müssen!
Mehr Gesundheit für Richard Lugner dafür weniger Medienpräsenz für ihn.
Mehr Behindertensport im ORF dafür weniger hundertfache Wiederholungen amerikanischer Sendungen.
Mehr Aufbruchsstimmung in Österreich dafür weniger Steuern und Sinnlosregulierungen.
Mehr richtiges Kabarett dafür weniger Aufmerksamkeit für die Mario Barths dieser Welt.
Mehr Punkte für den FC Wacker Innsbruck dafür weniger für Red Bull Salzburg.
Mehr Regenbogenparaden dafür weniger Pegida-Aufmärsche.
Mehr Frieden dafür – ok einfach mehr Frieden!
Mehr politische Diskussion in der Bevölkerung dafür weniger Dancing Stars.
Mehr Entfaltungsmöglichkeiten für Unternehmen dafür weniger Arbeitslose.
Mehr Zeit für mich selbst dafür weniger fürs Rauchen.
Mehr Europa dafür weniger nationalstaatlicher Interessenskindergarten.
Mehr Stronach (hätte ich mir auch nie gedacht) dafür weniger Trump.
Mehr Diversität in unserer Gesellschaft dafür weniger Vorurteile.
Mehr Mario Barths dafür weniger radikalisierte Fundamentalisten.
Mehr Wir dafür weniger Ich!
Mehr von uns haben es in der Hand, dass vieles Unangenehme weniger wird. Wünschen ist das eine – es endlich zu tun das andere!
Frohes Neues Jahr…

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