Gegenfragen zeugen von Unsicherheit

Sensei ist ein gewiefter Fragensteller, der oft mehr erfährt, als alle wollen.

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Sensei: Warum bist du eigentlich Fußballfan?

Ich: Warum nicht?

Sensei: Gegenfragen zeugen von Unsicherheit.

Ich: Wieso?

Sensei: Sehr witzig.

Ich: In Zeiten wie diesen gibt es nichts zu lachen.

Sensei: Warum?

Ich: Ist das eine Gegenfrage?

Sensei: Sehr geistreich. Das nennt man Interesse am Gegenüber.

Ich: Ich bin verheiratet.

Sensei: Mein Gott. Nicht diese Art von Interesse.

Ich: Und woher hätte ich das jetzt wissen sollen?

Sensei: Das vermittelt doch der Kontext.

Ich: Wie war nochmal die Frage?

Sensei: Warum bist du Fußballfan?

Ich: Weil er so schön unkompliziert ist. Tor ist Tor. Kontext egal.

Sensei ist japanisch und bedeutet so viel wie „früher geboren“. Wörtlich heißt es „vorher geboren“ oder „vorheriges Leben“. Sensei ist eine in Japan sehr gebräuchliche Anrede für Ärzte, Lehrer, Professoren oder Meister. Sie ist in diversen Kampfkünsten weit verbreitet.

Ein Leben zwischen Schreibmaschine und Fußballplatz. Eigentlich Betriebswirt. Heute mal Autor, mal Sportmanager. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier - "Diskursplatz für Selbstdenker" - aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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