(M)Eine Tragödie

Wer leidet hier am meisten?

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Vormittags in einem durchschnittlichen Kinderzimmer. „Mama. Sophia hat mir meine Puppe weggenommen. Das ist so gemein.“

Mittags in einem hippen Kaffee in der Innenstadt. „Wegen diesem deppaten Corona wurde mein Yoga-Retreat auf Madeira abgesagt. Das ist dermaßen ungerecht.“

Nachmittags an einer Tankstelle. „Euch haben sie aber ordentlich ins Hirn geschissen. Zwei Euro für den Liter. Das Ende ist nahe. Das sag ich dir Bürschchen.“

Abends in den Hauptnachrichten. „Wir sind so dankbar, dass Tirol uns aufgenommen hat. Unsere Heimat existiert nicht mehr. Unser Haus. Die Schule. Alles weg.“

Ein weiser Mensch sagte einst: „Leid kann man von außen nicht beurteilen.“

Der Autor sagt: „Weise Menschen haben oft recht. Theoretisch.“

Ein Leben zwischen Schreibmaschine und Fußballplatz. Eigentlich Betriebswirt. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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