Leonard Cohen ist tot: Diese Lieder werden bleiben

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Die sozialen Netzwerke sind gerade überfüllt mit Trauer-Bekundungen. Einem der größten Songwriter aller Zeiten wird nachgeweint. Kommentare werden geschrieben oder bereits geschriebene Kommentare und Nachrufe veröffentlicht.
Der Tod von Cohen war, im Gegensatz zum Tod von David Bowie, abzusehen. In den letzten Wochen sah man einen alten, schwachen, aber auch gelösten und merkwürdig gelassenen Cohen.
Sein Werk ist umfassend. Er debütierte im Jahr 1967 mit „Songs of Leonard Cohen“ und verabschiedete sich mit dem schon im Vorfeld zu einer Art Begräbnis-Platte verklärten „You Want It Darker“. Es ist nahezu unmöglich die besten Lieder aus seinem jahrzehntelangen Schaffen auszuwählen.
Es ist im Augenblick für mich undenkbar einen klugen oder zumindest treffenden Kommentar zum Leben und Wirken von Cohen zu schreiben. In der ersten Betroffenheit lassen sich aber Lieder auswählen. Die mich begleitet haben. Von denen ich persönlich glaube, dass sie zu seinen besten Songs gehören.
Wir sollten, anstatt uns jetzt durch zahlreiche Kommentare und Nachrufe zu lesen, einfach zuhören. Die Songwriting-Kunst des Großmeisters wirken lassen. Realiseren, welch großen Verlust die Musikwelt gerade erlitten hat. Und uns zugleich darüber freuen, dass uns Cohen unsterbliche Songs und Alben hinterlässt.
 


Titelbild: (c) Allan Showalter

Elfenbeinturmbewohner, Musiknerd, Formfetischist, Diskursliebhaber. Vermutet die Schönheit des Schreibens und Denkens im Niemandsland zwischen asketischer Formstrenge und schöngeistiger Freiheitsliebe. Hat das ALPENFEUILLETON in seiner dritten Phase mitgestaltet und die Letztverantwortung für das Kulturressort getragen.

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