Die Hinterbliebenen

Die einen leiden. Die anderen nicht.

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Das Gasthaus ist geschlossen.

An der Türe klebt ein Zettel.


Letzte Woche haben wir noch gelacht.
Waren uns sicher, du würdest uns niemals verlassen.
Nun bist du gegangen. Einfach so. Ohne Vorwarnung.
Von einem Tag auf den anderen, hat sich alles verändert.
Du warst für uns da. So viele Jahre.
Hast auf uns geschaut. Und auf unsere Kinder.
Warst der starke Fels im Fluss des Lebens, im Sturm der Zeiten.
Du standest für Tradition, Heimat und Werte.
Du warst Vorbild, für so viele.
Mann. Musiker. Stolzer Tiroler.
Ohne dich wird unser Land nicht mehr das gleiche sein.
DU hast alles richtig gemacht. Von Anbeginn bis jetzt.
Nun beschreitest du einen anderen Weg.
Wohlverdient. Zurecht!

Wir bleiben zurück, voller Erinnerungen.
Mach’s gut. Du wirst uns fehlen.

Unser Wirtshaus bleibt bis Ende kommender Woche geschlossen.

Die Wirtsfamilie


Sagt der eine: „Zeit ischs wordn.“

Sagt der andere: „Eh.“

Beide gehen durstig nach Hause.

Irgendwo scharrt jemand in den Startlöchern.

Ein Leben zwischen Schreibmaschine und Fußballplatz. Eigentlich Betriebswirt. Heute mal Autor, mal Sportmanager. Hat das ALPENFEUILLETON ursprünglich ins Leben gerufen und alle vier Neustarts selbst miterlebt. Auch in Phase vier aktiv mit dabei und fleißig am Schreiben.

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