Restaurantkritik: Kunstpause, Innsbruck

4 Minuten Lesedauer

Es ist kurz vor 12.00 Uhr mittags. Meine Begleitung und ich wissen mal wieder nicht wo wir uns ein gesundes und leckeres Mittagessen gönnen können. Die Sonne scheint und wir sind in der Stadt. Ein Lokal, das einen gemütlichen Außenbereich hat und trotzdem zentral ist muss es also sein. Meine Begleitung schlägt die KUNSTPAUSE in der Museumsstraße vor, da sie dort am Abend schon mehrfach gut gegessen hat.
Die Ruhe vor dem Sturm
Als wir am dort ankamen, waren noch genügend Plätze auf der Terrasse frei, wo wir natürlich auch Platz nahmen. Kurz nach der Ankunft kam eine äußerst sympathische Kellnerin mit einem sympathischen Akzent (sie sagte sie kommt aus Skandinavien) zum Tisch und erklärte uns ausführlich, was es beim Mittagsmenü zur Auswahl gibt. Wir bestellten uns vorerst mal ein Wasser und entschieden uns währenddessen für ein Gericht. Schön langsam füllten sich auch die anderen Tische – wir waren natürlich nicht die einzigen mit dieser Idee.
Geduld ist eine Tugend
Nach unserer Bestellung schien es, als hätte man uns vergessen. Die vollgepackten Tellerträger liefern im Minutentakt an uns vorbei, jedoch leider nicht mit unseren Speisen. Nach einer Weile bekamen wir dann endlich unseren Beilagensalat – meine Rettung vor dem Verhungern. Das wars dann aber auch für eine weitere LANGE Weile. Wir erkundigten uns bei der netten Kellnerin, die sich höflich entschuldigte und um etwas mehr Geduld bat.

Pasta mit "mexikanischer " Soße und Parmesan.
Pasta mit „mexikanischer “ Soße und Parmesan.
Schweinefiletspitzen mit VIEL Gemüse.
Schweinefiletspitzen mit VIEL Gemüse.

Ich dagegen bestellte die Schweinefilet-Spitzen auf grünem Gemüse (OHNE Reis dafür mit MEHR Gemüse). Wie auf dem Bild ersichtlich, befand sich in der Sauce etwas Fleisch und eine Mini-Portion Gemüse. Schon kurz vor dem Verhungern fragte ich die Kellnerin, ob sie mein Gemüse vergessen hätten – sie entschuldigte sich wieder sehr höflich und meinte, sie kümmere sich darum. Sie verschwand mit meinem Teller in die Küche und kam ohne Teller wieder zurück. Nach weiteren 5 Minuten (gefühlte 50 Minuten) kam dann ENDLICH mein Gericht mit viel Gemüse. Nach circa 45 Minuten erreichte uns ENDLICH unser Essen. Meine Begleitung, die sich für das Pastagericht entschieden hatte, bekam eine riesige Portion. Viele Nudeln, wenig und geschmacklose Tomatensauce (sollte mexikanisch sein) und eine gute Portion Parmesan.
Der Hunger isst alles!
Meine Speise war so heiß, dass ich mir beim ersten Bissen die Zunge verbrannte. Mir egal, ich hab HUNGER… Als meine Geschmackssinne wieder zurück waren, merkte ich erst, wie sehr das Schwein eigentlich nach Schwein schmeckte: Ich sag dazu „schweinalan“. Ich kenne es nur von minderwertigen Schweinerippchen – jedoch nicht von einem Schweinefilet. Naja, nützt nichts – der Hunger isst alles.
Service Hui, Essen Pfui!
Wir fragten die liebe Kellnerin nach der Rechnung. Sie entschuldigte sich noch einmal für die Unannehmlichkeiten. Diese freundliche Kellnerin war auf jeden Fall der Lichtblick dieses Mittagessens. Da meine Begleitung. wie bereits erwähnt. nur am Abend dort war und das Essen da auch genossen hat, werde ich dieser tollen Location auf jeden Fall noch eine Chance geben. Schon allein, weil der Service wirklich bereichernd ist. Zu Mittag werde ich dort aber wohl nicht mehr hin gehen …

2 Comments

  1. Zu Mittag, mit Außenbereich und zentral, da fällt mir doch sofort die Culture Breizh in der Markthalle ein. Ich empfehle: Mal ausprobieren!

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*

code