(Man)gold aus Tirol

3 Minuten Lesedauer

In meinem heutigen Verwertungstipp (sponsored by Bruno’s Fruchtinsel) dreht sich alles um das Gold aus Tirol – den Mangold.
Es gibt zahlreiche Sorten mit unterschiedlicher Blattfarbe (bleich, gelb, hell – bis dunkelgrün und dunkelrot), die Blätter können runzelig oder glatt sein. Ich kam heute in den Genuss eines rot-lila Mangolds, der aufgrund seines intensiven Geschmackes angeblich der beliebteste sei.

Mangold vs. Spinat

Falls sich jemand gefragt hat. So sieht Mangold aus. (c) Lisa Hauser
Falls sich jemand gefragt hat. So sieht Mangold aus. (c) Lisa Hauser

Mangold erlebt gerade einen Trend und wird als heimisches Superfood angepriesen. Wie bei den meisten dieser Superfoods wurden sie bereits von unseren Vorfahren verkocht, sind dann jedoch in Vergessenheit geraten. Tatsächlich war Mangold auch noch bis zum Ersten Weltkrieg weitaus bekannter und beliebter als Spinat. Dann allerdings setzte sich der damalige Newcomer Spinat als das etwas feinere, mildere Gemüse mehr und mehr durch.
Völlig zu Unrecht, wie ich finde: Denn der botanisch zu den Gänsefuß-Gewächsen zählende Mangold, erinnert zwar äußerlich ganz entfernt an Spinat, er schmeckt auch ähnlich – nur weitaus aromatischer und würziger. Es werden die Blätter und die Stiele verzehrt, jedoch nicht die Wurzeln.

Wie „super“ ist Mangold wirklich?

Mangold ist im wahrsten Sinne des Wortes Gold. Darüber hinaus auch noch heimisch und saisonal: Die Naturheilpflanze wurde bereits vor Jahrhunderten gegen Nervosität, Unruhe, aber auch gegen Darmträgheit erfolgreich eingesetzt. Grund dafür ist der hohe Mineralstoffgehalt (v.a. Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium) und auch der hohe Vitamingehalt (v.a. Vitamin A und Vitamin C).
Darüber hinaus hat Mangold einen sehr niedrigen Kaloriengehalt (14 kcal pro 100g)u nd eignet sich daher perfekt für leichte Gerichte an heißen Sommertagen.

Anbau, Ernte und Lagerung

Die Aussaat des Mangolds erfolgt in mitteleuropäischen Gärten von Ende März bis April, sowie von Juli bis Mitte August. Im Frühjahr ausgesäter Mangold wird nach einer Wachstumszeit von 80 bis 90 Tagen ab Juli erntereif.
Am besten lagert man den frischen Mangold kühl, eingewickelt in ein feuchtes Geschirrtuch (ähnlich wie Spargel).


Rezept


Mangold-Kokosnuss-Curry mit gerösteten Walnüssen

Wunderschön, gesund und schmackhaft. (c) Lisa Hauser
Wunderschön, gesund und schmackhaft. (c) Lisa Hauser

Zutaten (für 2 Personen)
1 TL     Kokosöl (oder Butter)
2 Stangen Mangold
1 Zucchini
4 kleine Tomaten (oder 1 große)
1 Zwiebel
etwas frischen Ingwer
50 ml Sojasauce
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 TL Curry Pulver
1 TL rote oder gelbe Currypaste
1 TL Thymian (oder anderes Kraut)
150ml Kokosmilch
100g Walnüsse
Zubereitung
Die Schritt für Schritt Zubereitung findest du hier / auf Lisa’s Blog.

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